Förderpreis der Kulturstiftung des Kantons St.Gallen 2015

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Laudatio von Herr Regierungsrat Martin Klöti

Ich habe am 8.Mai 2015 den  Förderpreis der Kulturstiftung des Kantons St Gallen bekommen und bin somit die erste kantonal anerkannte Stick-Künstlerin geworden! Die sehr feinfühlige Laudatio von Regierungsrat Martin Klöti haben mir sehr berührt. Ich freue mich riesig auf dem Preis!

Urkundentext:

Madame Tricot schafft mit ihrer Handarbeit Kunstwerke am der Schnittstelle von Kunst, Kunsthandwerk, Design und Kitsch. Stricken nach Mustervorlagen und Anleitung interessieren sie nicht, im Fokus stehen viel mehr Fragen von Werden, Sein, Vergehen. Für ihre Lust an Fleisch und Moder, ihre Fähigkeit, die kulinarische Wirklichkeit in Wolle zu fassen und für ihre gleichermassen traditionell wie innovativ genutzte Technik des Strickens bekommt sie einen Förderpreis der St. Gallischen Kulturstiftung“.

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Tagblatt Online: 8. April 2015, 02:36 Uhr

Madame Tricot erhält Förderpreis

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WIL. Die Wilerin Dominique Kähler Schweizer alias Madame Tricot bekommt von der St. Galler Kulturstiftung im Mai
den mit 7500 Franken dotierten Förderpreis überreicht. Sie strickt Würste, Torten und Käse.

Dominique Kähler Schweizer alias Madame Tricot liebt Essen. Und Stricken. Die in Paris aufgewachsene und ausgebildete Fachärztin für Naturheilkunde lebt seit rund 40 Jahren in der Schweiz und betreibt gemeinsam mit ihrem Mann in Wil eine medizinische Praxis.

Freude an der Verwesung

Seit ihrer Pensionierung widmet sie sich einer Leidenschaft, die sie bereits als Kind entdeckt, aber nie in diesem Ausmass zugelassen und ausgelebt hat: dem Stricken. Sie strickt keine liebevollen Tierchen oder Pullover und Strumpfhosen für die Enkelkinder, sondern deftige Würste, Toggenburger Käse und Torten, und präsentiert sie in königlichen Buffets, aber auch als überraschende Einzelobjekte. Freude macht ihr bei ihren Essstrickwaren der Zustand der Verwesung. Der Übergang zwischen Leben und Tod interessiert sie. Mit Handfertigkeit und grossem räumlichem Vorstellungsvermögen «lismet» sie ein Œuvre an der Schnittstelle zu Kunst, Skulpturen an der Schnittstelle zu Kitsch.

 



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