Laboratory of Applied Genetics (Laboratorium der angewandten Genetik von Dr. Kähler Schweizer) 2015

Herisau, Appenzell, Schweiz, 14. August 2015 - Der Beobachter, Madame Tricot, Dominique Kaehler.

Im Laboratorium für angewandte Genetik von Dr. Kähler Schweizer werden aus Leichenteilen – insbesondere aus Köpfen – neue Organe oder gar neuartige Humanoide gezüchtet.

Einer Wunderkammer gleich werden hier die unterschiedlichsten Kuriositäten des 21. Jahrhunderts präsentiert. So beispielsweise der Beobachter, der über ein hochentwickeltes Auge verfügt, das alles sieht und registriert. Oder der Humanoid 2035, der ausserordentliche Fähigkeiten aber auch Defizite aufweist, die vom Umgang mit den neuen Technologien und Kommunikationsmöglichkeiten herrühren. Der humanoide Wurm ist ein Beispiel vom Versagen des Systems.

Der Impuls zur Fertigung der «genetisch» geänderten Köpfe entsprang der Lektüre des Utopie-Romans des russischen Autors Alexander Baljajew: «Der Kopf des Prof. Dowell»,1925.

1. Der Beobachter 2015: Der Zyklop mit dem Röntgenblick
Masse H 150cm, L 50cm, B 40 cm
Handgestrickt, Baumwolle und Seide, synthetisches Füllmaterial, alte Kommode, Laborutensilien

2. Der Humanoid 2035 2015: Politisch und sozial korrekt
Masse H 25cm, B 22 cm
Handgestrickt, synthetische Wolle und Füllmaterial, Platine und Elektro-Kabel, Videoplayer
Technische Daten des Humanoids:

  • Sonnenunempfindliche blaue Hautfarbe, verändert durch Quallen-Gene
  • Hirnatrophie kompensiert durch eine ferngesteuerte elektronische Anlage
  • Hauttasche am Hinterkopf durch Implantation von Känguru-Genen (um seine Steuerungsplatine zu verstecken)
  • Augenhypertrophie, um die neuen Medien besser zu verfolgen
  • Ohrenatrophie und Schwerhörigkeit (Schädigung durch zu lauter Musik)

3. Der humanoide Wurm 2015

Masse Kopf H 23 cm, B 18 cm, gesamte länge 350cm
Handgestrickt, Wolle, synthetisches Füllmaterial

 

1und 2 Fotos Daniel Ammann,Herisau



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